Auf der Suche nach dem groove

Aus der Groove-Forschung, von der Hochschule Luzern, Departement Musik, für Interessierte:

https://www.hslu.ch/de-ch/hochschule-luzern/forschung/projekte/detail/?pid=3510

Das Schlagzeug spielt eine zentrale Rolle in der westlichen Populärmusik; es ist ein fester Bestandteil der Instrumentierung. Songs ohne Schlagzeug kommen in diesen Genres kaum je vor.

Im Projekt „The Fundaments of Groove“ gingen die Forscher davon aus, dass das Schlagzeug für das Groove-Phänomen eine grosse Bedeutung hat. Sie untersuchten die Wirkung von 250 ikonischen Drumpatterns, gespielt von 50 der einflussreichsten Schlagzeuger in Funk, Rock, Metal, Fusion, R&B oder Pop.

Überraschend wurde festgestellt, dass der persönliche Musikgeschmack den grössten Einfluss hatte: Die Teilnehmenden schätzten ein Schlagzeugmuster signifikant besser ein, wenn sie dachten, es stammt von einem Stil, den sie mögen oder von einem Song, den sie kennen.

Die Groove-Forschung suchte bisher nach universellen Faktoren, nach musikalischen Eigenschaften, die auf die Mehrzahl der Menschen eine ähnliche Wirkung haben. Die neuen Resultate stellen diesen Ansatz in Frage: Je nach stilistischem oder kulturellem Kontext können es völlig unterschiedliche Faktoren sein, die bei den Menschen den Wunsch auslösen, zu tanzen.

Diesen Kontexte und Faktoren wird ein nächstes Projekt gewidmet sein. Zu diesem Zweck haben sie den Groove-Fragebogen überarbeitet, um geschmackliche besser von motorischen Reaktionen unterscheiden zu können. Der neue Fragebogen wird zurzeit im Rahmen einer breit angelegten Umfrage getestet: https://www.soscisurvey.de/1520184_3/

 

 

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