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Bauvorhaben Mobilität, Verkehr

Bushub Ebikon

Kurzmitteilungen aus dem Regierungsrat – 8. Juli 2020

Regierungsrat genehmigt das Projekt für den Bau des Bushubs am Bahnhof Ebikon.

Unmittelbar angrenzend an den Bahnhof Ebikon plant die Gemeinde Ebikon den Neubau eines Bushubs. Dieser soll die Funktion eines Umsteigeknotens zwischen Bahn und Bus übernehmen und für insgesamt sechs Buslinien als Haltestelle dienen. Mit Entscheid vom 19. April 2018 bewilligte der Gemeinderat Ebikon das Projekt, wobei er fünf dagegen erhobene Einsprachen als erledigt erklärte und zwei weitere Einsprachen abwies. In der Folge ersuchte der Gemeinderat Ebikon den Regierungsrat um die Genehmigung der Projektbewilligung und um die Erteilung des Enteignungsrechts. Gegen das Projekt gingen zwei Beschwerden ein, die hauptsächlich entweder die behindertengerechte Ausgestaltung des Bushubs oder die Enteignung betreffen. Der Regierungsrat hat nun die Beschwerden abgewiesen, soweit er darauf eintrat. Der Regierungsrat hat das Projekt genehmigt und der Gemeinde Ebikon das Enteignungsrecht erteilt. Den erforderlichen Sonderkredit über knapp 12 Millionen Franken hat der Kantonsrat bereits am 29. Januar 2018 gutgeheissen.Der Entscheid des Regierungsrates ist noch nicht rechtskräftig. Rund um den Bahnhof Ebikon starteten erst kürzlich die Bauarbeiten für das Bushub-Provisorium, das auf den Fahrplanwechsel 2020 hin in Betrieb geht.

Zur Erläuterung:
Zum permanenten Bushub waren zwei Beschwerden hängig; die erste von Behindertenverbänden, die zweite von einem betroffenen Anwohner.
Die Verbände kritisieren, dass die geplante Buskante zu tief und so der Einstieg etwa für Rollstühle erschwert sei.
Beim permanenten Bushub soll bei fünf von acht Haltekanten eine so genannte «Kissenlösung» eingesetzt werden: Dabei sind zwei Eingänge ebenerdig erreichbar, die hinteren Türen erhalten einen 16 statt 22 Zentimeter hohen Eingang. Grund dafür seien die engen Platzverhältnisse, so die Gemeinde.

Der geplante Hub sei ein „BehiG-Kompromiss“, heisst es in der Begründung. Erfahrungsgemäss, so ist aus leider bekannt, stützen Beschwerdeentscheide durch den Regierungsrat „ihre eigene Vorarbeit“ und sind wie dieser aktuelle Entscheid politischen Situationen geschuldet.