Utopie-Quartett
Vier Persönlichkeiten, vier Denkwege.
Sie prägen die Utopie-Konferenz 2026.

Inzwischen ist auch das Audioprotokoll der 1. Einwohnerratssitzung vom 1. September aufgeschaltet. Unter anderem mit der Rede des neuen Einwohnerratspräsidenten. Bei ihm im Vordergrund steht die Bautätigkeit unseres Ortes. Der Aufschwung muss weitergehen. Leider findet sich kein einziges Mal das Wort Natur, Baum, Nachhaltigkeit, Biodiversität. Das bedaure ich sehr.

Vor einigen Tagen entstand dieses Bild an der Verzweigung Oberdierikonerstrasse und Hartenfelsstrasse in Ebikon. Die dort gepflanzten Bäume sind Robinien, die inzwischen durch ihre Wurzelschösslinge imRasen fast ein Wäldchen geschaffen haben. Leider haben auch diese ziemlich eklige Dornen… Aber das eigentliche Problem ist, dass es sich bei der Robinie um einen invasiven Neophyt handelt. Warum dies ein Problem ist und wie du damit umgehen kannst, erfährst du hier:
Auszug dieser Beschreibung aus: Neophyten – gebietsfremde Pflanzen
Ein Postulat zur Einführung der online-Wahlhilfe smartvote hat der Gemeinderat zur Ablehnung empfohlen. Er schliesst sich der Einschätzung des Stadtrates Luzern an: „Smartvote wird von einem privaten Verein betrieben, dessen Unterstützung aus Sicht des Stadtrates ein heikles Präjudiz im Hinblick auf die Unterstützung anderer Anbieter aller Arten von Wahlhilfen darstellt. Zudem ist der Stadtrat Luzern 2016 nicht restlos davon überzeugt, dass smartvote die politischen Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten in angemessener Vollständigkeit und Differenziertheit wiedergeben und damit einen Beitrag zur Motivation und Willensbildung der Wahlberechtigten liefern kann.“
In diesem Zusammenhang wirkt es dann doch widersprüchlich, wenn der Gemeindepräsident, der dies so formuliert und unterschreibt, sich dann für die Kantonsratswahl vom 2. April 2023 doch ein smartvote-Profil erstellen lässt.
Der Gemeinderat sieht die Lösung in anderen möglichen Ansätzen. Dies zum Beispiel in der politischen Bildung in der Schule oder mit einfach zugänglichen Erklär-Tools wie easyvote, welches sich speziell an junge Personen richtet.
Nun gibt es ja für die Abstimmungen noch eine online-Hilfe: VoteInfo ist die offizielle App des Bundes und für viele Stimmberechtigte eine wichtige Informationsquelle. Aktuell sind auf der App eidgenössische und kantonale Vorlagen zu finden. Für die November-Abstimmungen können auch kommunale Vorlagen der Luzerner Gemeinden auf VoteInfo publiziert werden.
Bereits haben sich 52 Gemeinden angemeldet. Wünschenswert ist es, dass sämtliche Gemeinden teilnehmen, um einen vollständigen Überblick über den Kanton Luzern zu bieten. Ich hoffe, dass Ebikon dabei ist. Anmeldeschluss ist schon der 31.08.2026! Hier geht es zur Info des Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern – Abteilung Gemeinden
Nach langen Hitzewochen mit extremer Trockenheit begrüsste heute ein Gewitterregen nach dem anderen die Kinder zum Schulstart. Unter den Bäumen auf dem Pausenplatz der Schulanlage Ebikon Ost entstanden grosse Pfützen, das Wasser lief nicht ab.
Dabei hatte man erst vor wenigen Monaten in einer grossen Aktion den Boden rund um die Bäume abgetragen, dabei gleich auch noch ein paar Rasenflächen, und neu dann eine Mergelschicht aufgetragen und verdichtet, weil es Kritik wegen zu viel Pfützen und „Schlamm“ gegeben hatte – mit dem Ziel, in Zukunft Pfützenbildung zu verhindern.
Dass diese Massnahmen das Gegenteil vom Schwammstadtprinzip darstellen, ist klar.


Erst im Februar diesen Jahres waren diese Massnahmen durchgeführt worden:





Im März wurde dann eine Energie- und Umweltverordnung vom Gemeinderat erlassen, siehe unten.
Somit besteht Hoffnung, dass zukünftig nur noch ökologisch sinnvolle Massnahmen durchgeführt werden – andere sind verboten!
„Für die Bäume sind Standortbedingungen im Sinn des Schwammstadt-Prinzips zu schaffen, die die Entwicklung von gesunden und langlebigen Bäumen erlauben (ausreichender Wurzelraum, geeigneter Bodenaufbau, Regenwassernutzung, geschützte und bepflanzte Baumscheibe):
Müssen bestehende Pflanzen gerodet werden, sind Ersatzpflanzungen mit einheimischen Pflanzen gleicher Qualität vorzunehmen.“
Somit sollte in nächster Zukunft (Herbst) dringend eine Ersatzpflanzung erfolgen (müssen, gesetzlich vorgeschrieben) für den Ende letzten Jahres erfolgten 60-jährigen Einzelbaum neben den Schulcontainern des Höfli-Schulhauses:

Ich wusste nichts von dieser Verordnung und kann mich auch nicht erinnern, dass sie von der Gemeinde öffentlich kommuniziert wurde. Du weisst mehr? Dann lass es mich gerne wissen…
Auf jeden Fall gilt seit einigen Monaten bei uns folgende Verordnung:
Mit der Umgestaltung der Mittelzone entlang der Kantonsstrasse im Herzen von Horw konnten hier weiterlesen
Das ist so ein grossartiges Projekt, das unbedingt Nachahmung finden sollte, auch bei uns in Ebikon! Dazu müssen wir nicht darauf warten, dass endlich der Richtplan Biodiversität in Kraft tritt, denn darauf müssen wir sicher noch etliche Monate warten. Der extreme Sommer 2026 zeigt uns in aller Deutlichkeit, dass wir auch hier bei uns tätig werden müssen. Politiker in Ebikon, packt es an!
Bundesrat setzt Motion Schilliger zu Tempo 30 um – siehe Medienmitteilung vom 12.08.2026
Primarschule Ebikon West, Provisorium Lindenpavillon: im Herbst 2025 wurden die Container aufgestellt, zum Schutz vor Sommerhitze wurde eine Grünfassade konzipiert. Leider sind die grossen weißen Betonblöcke sehr aufgeheizt, die Pflanzen allesamt vertrocknet, auch der Kletterhopfen an den Spannseilen. Somit hat man zwar viel Geld investiert für eine Anlage, die von Anfang an zu wenig Hitzeschutz versprochen hat. Ohne entsprechende Bewässerung sind die Pflanzen tot, es bleiben noch die riesigen Betonklötze, die statt Kühlung selbst noch Wärme abgeben.
Hier noch ein paar Eindrücke von der Schulhausumgebung:
Informationen zur Fassadenbegrünung: Umweltberatung Luzern
Wenn man die riesige asphaltierte Fläche beim Schulhaus Zentral sieht, die als Pausenplatz genutzt wird, könnte man weinen…


Wenigstens Teile dieser Fläche könnte man entsiegeln und bepflanzen. Wozu das gut ist und wie das geht findest du hier beim Thema Schwammstadt der Stadt Luzern.
Am 20. Juli führte mich mein Spaziergang von der Aeschenthürlistrasse in einen offiziellen Wanderweg

beginnend mit einer Steintreppe, fortgesetzt mit einem Anstieg über Holzschwellen, die mittels eingeschlagenen Metallstangen befestigt sind.

Der Zahn der Zeit hatte sich durch das Holz genagt. Einige Schwellen waren deutlich abgetragen.

An einer Stelle fehlte das Holz völlig, aber der entsprechende Metallstab ragte noch ca 13 cm in die Luft, wenig sichtbar.

Am 20. Juli teilte ich der Gemeinde diese gefährliche Stelle mittels E-Mail und Foto mit.
Da keinerlei Reaktion folgte, hakte ich am 23. Juli persönlich nach. Es folgte eine automatische Abwesenheitsmeldung wegen Ferien. Wieder keine Reaktion.
Erst nach nochmaligem Nachfragen am 29. Juli wurde ich am 30. Juli informiert, dass das Thema bereits adressiert worden sei. Davon hatte man mich nicht in Kenntnis gesetzt. Aber tatsächlich kam am 30. Juli aus der entsprechenden Abteilung ein Mail: man dankte mir für meine Aufmerksamkeit, solche Hinweise seien für sie immer sehr hilfreich. Gerne könne man mir mitteilen, dass die Situation mit dem Eisenstab bei verfügbarer Kapazität behoben wird.
Halleluja! Da warte ich nun und hoffe, niemand verletzt sich am Eisenstab, bis unsere Verwaltung über die entsprechende Kapazität verfügen wird und es wieder sicherheitskonform machen wird.
Bis heute, 3. August, war dies nicht der Fall. Ich werde hier berichten, sobald es soweit ist. Bis dahin heisst es:
UFFPASSE!
Aktualisierung am 10. August: NICHTS IST PASSIERT, Zustand unverändert.
Von mir wurde übrigens noch ein Feedbackformular angeregt, wie es z. B. in Horw exisitiert. Eine Einführung in Ebikon werde geprüft, so der Gemeindepräsident. Auch für diesen Fall heisst es nun abwarten…
Gestern, am 29.07.2026 wurde eine Medienmitteilung vom Kanton Luzern veröffentlicht, dass auf der Allmend ein weiterer Befall mit Japankäfer festgestellt wurde, mit entsprechenden Konsequenzen. Die Bevölkerung wurde um Mithilfe geboten: Hier die entsprechenden Informationen
Auf den Websites der Gemeinden Horw und Kriens finden sich aktuelle Infos dazu, in Emmen findet man bei Suche nach „Japankäfer“ auch eine Info – und auf der Website der Gemeinde Ebikon (zumindest bis jetzt) nichts, selbst nicht mit der Suchfunktion. Aktualisiert: am 31.07.2026: per News-App und auf der Gemeinde-Website nun auch entsprechende Infos.
In der Luzerner Zeitung wird informiert:

Die Karte mit dem abgegrenzten Gebiet ist im kantonalen Geoportal in der Webkarte Landwirtschaft Thema Pflanzenschutz > Japankäfer aufrufbar.
MeteoSchweiz-Blog | 27. Juli 2026: Lies hier weiter

Im Einwohnerrat hiess es kürzlich übereinstimmend, dessen Wahl sei eine Personenwahl. Man kenne sich in der kleinen Stadt sowieso und/oder könne sich auch mal die Audioprotokolle der Sitzungen anhören. Das habe ich gemacht und beziehe mich auf Audioprotokoll des Einwohnerrats der Gemeinde Ebikon vom 30. Juni. Einige der Frage-Antwort-Paare haben mich doch irritiert. Übrigens ist keine Nachfrage erlaubt, nur immer Frage-Anwort-fertig!
Hm, kein Verständnis für die hitzeexponierte Bevölkerung zeigen, keine Erklärung, warum das nicht vorgesehen ist…
Soll das witzig wirken, unter Parteigenossen (beide SP)? Äusserst knappe Antwort auf eine ernstgemeinte Frage und aus einer Sorge heraus.
Da sollte unbedingt ein Faktencheck gemacht werden!
Da bleibt dann nicht viel übrig von der gemachten Aussage des Fragestellers und seinenUnterstellungen, wenn man das folgende Dokument liest.
Und das zugrundeliegende Problem entsteht tatsächlich nur dadurch, dass Autobesitzer Wertgegenstände im Wagen liegen lassen und es nicht abschliessen…
Am 1. Juli veröffentlichte die Gemeinde auf ihrer Website eine kurze Zusammenfassung der zurückliegenden Einwohnerratssitzung.
Unter anderem findet sich folgender Textabschnitt: „Beim Doppelkindergarten St. Anna ist ein Ersatzneubau geplant. Er soll zudem 16 Alterswohnungen enthalten. Die Umsetzung ist im Baurecht mit einer privaten Bauherrschaft vorgesehen.„
Wie man allerdings dem heute (10.07.2026) veröffentlichtem Protokoll entnehmen kann, ist gerade das Gegenteil der letzten Aussage der Fall:

Das entsprechende Audioprotokoll findest du hier

Nr. 898 Gesetz über die Erhaltung von Wohnraum
Wie funktioniert das mit dem Einreichen einer Gemeindeinitiative in Ebikon. Infos findest du hier

Den entsprechenden Beitrag der Einwohnerratssitzung vom 30.06.2026 findest du hier als Audioprotokoll.

Die Stadt Kriens ist bei diesem Thema schon ein Stück weiter. Stichwort: Gemeindeinitiative «Preisgünstigen Wohnraum erhalten – damit Wohnen in Kriens auch weiterhin bezahlbar bleibt»
Die Anliker Gruppe hatte im Januar diesen Jahres der Gemeinde ein Angebot gemacht mit der Auflage, dass der Kaufrechtsvertrag für das gemeindeeigene Grundstück Nr. 521 bis am 31. Januar 2026 beurkundet sein muss:
Der Einwohnerrat hat am 20. Januar 2016 dem Bericht und Antrag des Gemeinderates zugestimmt:
Weitere Infos zur Einwohnerratssitzung findest du hier unter Nr. 7
Grüne Ebikon starteten daraufhin eine Petition
In der Fragestunde der EWR-Sitzung vom 19. Mai 2026 erfuhr man dies:
Die heutige Abfrage beim Grundbuchamt ergab, dass das Grundstück immer noch im Besitz der Gemeinde ist:

Ich finde es merkwürdig und befremdlich, dass die Gemeinde zunächst im Januar sehr auf einen Verkauf dieser Liegenschaft drängt, dann den Verkauf aber nicht tätigt und seither praktisch nichts mehr öffentlich darüber kommuniziert…
Und in Ebikon? Siehe Endlich: Ebikon soll Grünstadt-Zertifizierung erhalten!
Dies ist die Überschrift des heutigen Beitrages im Bilderblog von Bartgeier.ch – nicht wundern, sondern selbst einmal dort lesen: wunderbare Aufnahmen, interessante Berichte und eben, nicht nur von Bartgeiern, findest du dort. Heute z. B. über Alpensalamander

Die gelbe, spontan hier wachsende gelbe Pflanze ist Jakobskreuzkraut und vermehrt sich derzeit stark (z.B. Zentrum Höchweid). Sie ist eine Superinsektenpflanze, aber auch in allen Teilen stark giftig, auch für Haustiere und Pferde.

Hier hat sich im Nadelgehölz eines Vorgartens ein Schmetterlingsflieder niedergelassen, der trotz seines Namens ökologisch für die Artenvielfalt der Schmetterlinge eine negative Rolle spielt. Er ist eine invasive Problempflanze. Seit 2024 darf der Schmetterlingsflieder in der Schweiz nicht mehr verkauft werden.

Schade: Zaun aus Kunststoff, davor Steinwüste. Das ginge auch anders, beispielsweise so

Super, hat man hier am Hang noch nicht gemäht!

Wie schade, da findet sich kein Leben! Auch der Baum ist inzwischen tot.

Schachtelhalm, auch immer öfter bei uns zu sehen. Gilt als Zeigerpflanze für Bodenverdichtung und Staunässe

In diesen Hitzetagen ist es hier am Morgen deutlich angenehmer, denn es weht ständig ein leichter Wind vom Waldrand herunter. Das sollte berücksichtigt werden, wenn man hier einmal bauen wollte.

Arme Thuja-Hecke, der Klimawandel gibt ihr den Rest. Es gibt aber tolle Alternativen!

Bitte nicht so! Da wächst nach Jahren und mit Mühe jetzt ein Neophyt (Berufkraut). Bäume brauchen Wurzelräume und geeignete, am liebsten bepflanzte Baumscheibn.

Danke, Natur, für dein spontanes Geschenk – ein Hornklee! Der wächst unter extremen Bedingungen, wie einige andere empfehlenswerte Pflanzen für öffentliche Wegränder auch.



Vor einigen Jahren vom Verein Äbike grünt bepflanzt worden mit Wildstauden… inzwischen Restpflanzen, durchzogen von neu geschaffenem Pfad für Fussgänger und Velos.



Gelungen: renaturierte Ron in Buchrain

Der Bahndamm als eigenes Biotop mit echten Hitzehelden!

Unbegreiflich, weshalb man hier jetzt mähen musste, und gleich alles und so tief!?
Warum nicht weniger oft, weniger tief und nicht die ganze Fläche, sondern einzelne Bereiche stehen lassen?

Geht doch, oder? Selbst auf dieser hitzegeplagten Fläche wachsen eine Vielzahl von Wildstauden, und die Bäume erhalten wenigsten per Bewässerungssack eine Chance zu Überleben.

Die Hoffnung stirbt zuletzt… auch meine Hoffnung, dass Ebikon sich doch noch stärker entwickelt in Richtung Förderung von Natur, Biodiversität und Nachhaltigkeit.