JA zur Sagenmatt

Erfreulich, dass der Gemeinderat heute in der Luzerner Zeitung zu den Vorwürfen, die an ihn von Gegnern des geplanten Projekts Sagenmatt gerichtet waren, Stellung nehmen konnte. Es lohnt sich, diesen Bericht zu lesen, auch wegen der Visualisierungen: so sieht man selbst, ob es sich um „Klötze“ handelt oder nicht, die in der Nachbarschaft von ebenfalls grossen Wohnblöcken entstehen sollen, deren Besitzer sich nun massiv wehren.

Es geht bei der Abstimmung nicht um die Interessen von ein paar wenigen, sondern um die von allen Ebikonern! Wenn man auch nicht hundertprozentig mit diesem Projekt einverstanden ist, aber was wäre dann Plan B bei einem NEIN? Wollen wir, nach dem NEIN zum geplanten Qube auf dem ehemaligen MParc-Gelände und dem seit Jahren unsäglich dahindämmernden, inzwischen sogar noch ringsum grossflächig versiegelten (nachdem man den „Wildwuchs“, das letzte Grün in dieser Umgebung entfernt hatte) Ballastbau, eine weitere Brachfläche, mitten an bester Lage? Vandalismus wird dort nicht lange auf sich warten lassen… Das vielzitierte Image von Ebikon wird sicher nicht aufgebessert. Welcher Grossinvestor, nach Migros und Amag, wird zukünftig noch irgendein Projekt in Ebikon planen, wo doch jahrelange Arbeit im letzten Moment von ein paar wenigen, aber sehr zahlungskräftigen und laut sich äussernden Wohnblockbesitzern zunichte gemacht werden kann. Zum Wohle von Ebikon dient dieses Verhalten sicher nicht. Hier der Bericht von Roman Hodel, Luzerner Zeitung, vom 12.09.2020: https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/kritik-an-sagenmatt-botschaft-jetzt-kontert-der-ebikoner-gemeinderat-ld.1255950

Das alte Pfarrhaus und das Grün

Ziemlich versteckt hinter sehr viel Grün befindet sich in Ebikon das sogenannte alte Pfarrhaus, eine kleine romantische Idylle. Gestern wurde nun ein Baugesuch veröffentlicht: da dort nur noch zwei Menschen leben, die Wohnfläche aber gross ist, soll das Haus umgebaut werden und durch einen Anbau und geschickten Innenausbau sollen drei grosse Wohnungen geschaffen werden. Es liegt in einer Zone für öffentliche Zwecke und gilt als erhaltenswertes Bauinventar, sodass der Denkmalschutz miteinbezogen werden musste. Was aber nicht zu berücksichtigen ist auf dieser Parzelle ist der Bereich „Umwelt, Gewässer- und Naturschutzrecht“ (mit Ausnahme von Radon), und das bei einer so alten und ausgedehnten Begrünung ringsum.

Im eingegebenen Projekt heisst es daher auch nur: „Die Umgebung mit der Bepflanzung, inklusive dem momentan sehr üppigen Baum- und Sträucherbestand, bedarf noch einer detailliertern Gestaltung“ (Siehe Seite 16 des Baugesuchs)

Ich finde es wichtig, dass dieses Grün vor der Kirche mit seinem kleinen Park mit dem Bruder-Klaus-Brunnen als ein sinnvolles ganzes erhalten bleibt, oder besser noch, im Sinne der Biodiversität aufgewertet wird. Selbstverständlich ist nachvollziehbar, dass Rodungen im Zusammenhang mit der Bautätigkeit nötig sind. Dann sollte aber verbindlich vorgegeben werden, dass anschliessend wieder ein gleichwertiger oder besser noch höherwertiger Ersatz angepflanzt wird. Zufällig traf ich gestern den Naturschutzbeauftragten der Gemeinde, der bereits miteinbezogen ist. Hoffen wir, dass unsere Gemeinde nicht nur einen Aufwertung von Bauten, sondern auch eine Aufwertung einer öffentlichen Grünzone erhält!

Streit um Areal Rütihof

Der Einwohnergemeinde Ebikon gehört das Areal 394 Rütihof: https://www.geo.lu.ch/oereb/oereb.htm?EGRID=CH195077413543

Ein Teil dieses Areals wird seit Jahren als Familiengärten verpachtet, es handelt sich um um vier Gärten (diese habe nichts zu tun mit den angrenzenden Gärten, die zum Familiengartenverein der Stadt Luzern gehören). Im November 2019 wurde diesen Pächtern per Ende Oktober 2020 die Kündigung ausgesprochen. Begründung der Gemeinde: Die Parzelle Rütihof solle in der künftigen Nutzung der gesamten Bevölkerung von Ebikon als Begegnungsort und zur Freizeitaktivität zur Verfügung stehen. Seither wehren sich die Pächter mit allen Mitteln dagegen, wie verschiedene Medien berichten: https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/ein-neuer-begegnungsort-am-rontaler-hoehenweg-in-ebikon-sorgt-fuer-konflikte-noch-bevor-die-plaene-konkret-sind-ld.1223173

Die SVP Ebikon richtete sich in einem offenen Brief an die Gemeinde Ebikon, die öffentliche Antwort auf die Fragen findet man hier: https://www.ebikon.ch/verwaltung/aktuelles/news/stellungnahme-gemeinderat-zum-brief-der-svp-bzgl-parzelle-ruetihof-ebikon

Diese Antworten genügen anscheinend nicht, nun hat sich sogar ein Initiativkomitee gebildet: https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/initiativkommitee-kaempft-fuer-den-erhalt-der-ebikoner-familiengaerten-ld.1239209

Es ist schon erstaunlich, wie lange wohl schon Pläne vonseiten der Gemeinde bestehen für einen neuen Begegnungsort und wie langsam dieser realisiert wird, aber auch mit welcher Hartnäckigkeit und mit welchen Mitteln sich vier Personen dagegen wehren, dass gemeindeeigenes Land wieder allen Ebikonern zur Verfügung gestellt wird. Wie genau das aussehen könnte, muss ja nicht von Anfang an pfannenfertig vorliegen, und sicher sind mehrere der angedachten Ideen umsetzbar: einige schneller und einfacher, vielleicht mit Hilfe von Freiwilligen (ich wäre dabei..), von Schulklassen, Pfadikindern uws. – andere erst im Lauf der Zeit. Vorstellen könnte ich mir vieles, und sicher schon im Herbst umsetztbar wären (sollten dann die Gärten und die Gartenhäuser schon rückgebaut sein…?) beispielsweise Naschgärten, wie in diesem Jahr im Rontal gleich an zwei Orten welche realisiert wurden/werden – in Root und in Buchrain. Wobei das Projekt in Buchrain ein wirkliches Vorzeigeprojekt ist, auch über den gesamten Projektverlauf hinweg…

Hier Naschgarten in Root https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/in-root-gibt-es-bald-gratis-fruchte-zum-naschen-ld.1034003

Und hier das Projekt in Buchrain: https://www.rontaler.ch/rontal/buchrain/eroeffnung-spielplatz-und-grillstelle-waldoase/ sowie hier: https://www.prolife.ch/de/family/familienblog/sponsoring-pro-life-spielplatz-und-grillstelle-waldoase-buchrain

So eine Oase, so einen Begegnungsort wünsche ich uns auch in Ebikon! Und ich wünsche mir, dass dieser Ort bald realisiert werden kann…

Bushub Ebikon

Kurzmitteilungen aus dem Regierungsrat – 8. Juli 2020

Regierungsrat genehmigt das Projekt für den Bau des Bushubs am Bahnhof Ebikon.

Unmittelbar angrenzend an den Bahnhof Ebikon plant die Gemeinde Ebikon den Neubau eines Bushubs. Dieser soll die Funktion eines Umsteigeknotens zwischen Bahn und Bus übernehmen und für insgesamt sechs Buslinien als Haltestelle dienen. Mit Entscheid vom 19. April 2018 bewilligte der Gemeinderat Ebikon das Projekt, wobei er fünf dagegen erhobene Einsprachen als erledigt erklärte und zwei weitere Einsprachen abwies. In der Folge ersuchte der Gemeinderat Ebikon den Regierungsrat um die Genehmigung der Projektbewilligung und um die Erteilung des Enteignungsrechts. Gegen das Projekt gingen zwei Beschwerden ein, die hauptsächlich entweder die behindertengerechte Ausgestaltung des Bushubs oder die Enteignung betreffen. Der Regierungsrat hat nun die Beschwerden abgewiesen, soweit er darauf eintrat. Der Regierungsrat hat das Projekt genehmigt und der Gemeinde Ebikon das Enteignungsrecht erteilt. Den erforderlichen Sonderkredit über knapp 12 Millionen Franken hat der Kantonsrat bereits am 29. Januar 2018 gutgeheissen.Der Entscheid des Regierungsrates ist noch nicht rechtskräftig. Rund um den Bahnhof Ebikon starteten erst kürzlich die Bauarbeiten für das Bushub-Provisorium, das auf den Fahrplanwechsel 2020 hin in Betrieb geht.

Zur Erläuterung:
Zum permanenten Bushub waren zwei Beschwerden hängig; die erste von Behindertenverbänden, die zweite von einem betroffenen Anwohner.
Die Verbände kritisieren, dass die geplante Buskante zu tief und so der Einstieg etwa für Rollstühle erschwert sei.
Beim permanenten Bushub soll bei fünf von acht Haltekanten eine so genannte «Kissenlösung» eingesetzt werden: Dabei sind zwei Eingänge ebenerdig erreichbar, die hinteren Türen erhalten einen 16 statt 22 Zentimeter hohen Eingang. Grund dafür seien die engen Platzverhältnisse, so die Gemeinde.

Der geplante Hub sei ein „BehiG-Kompromiss“, heisst es in der Begründung. Erfahrungsgemäss, so ist aus leider bekannt, stützen Beschwerdeentscheide durch den Regierungsrat „ihre eigene Vorarbeit“ und sind wie dieser aktuelle Entscheid politischen Situationen geschuldet.

Ebikon hat Einsprache gegen Bypass eingereicht

Heute Abend wurde in der Luzerner Zeitung darüber informiert, dass gegen den Luzerner Autobahn-Bypass unter anderem die Städte Kriens und Luzern sowie die Gemeinden Emmen und Ebikon Einsprache eingereicht hätten. Ebikon verlange, dass der Autobahnanschluss Buchrain in das Ausführungsprojekt N2/14 Gesamtsystem Bypass aufgenommen werden müsse, die Gemeinde sorge sich aber auch um ihr Trinkwasser. Hier zum Bericht der Luzerner Zeitung: https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/luzern-kriens-emmen-und-ebikon-reichen-einsprache-gegen-den-autobahn-bypass-ein-ld.1236091

Brache im Bachweid muss Parkplatz weichen

Die Brache am Ballastbau in Ebikon muss weichen für noch mehr Parkplätze… Wozu soll das gut sein?

Auf dem Grundstück Bachweid befindet sich seit 1993 der im Rohbau befindliche sogenannte Ballastbau. Die Einwohnergemeinde Ebikon verkaufte es im September 2010 an die Aplafinimo AG in Buttisholz:

Wiederholte Versuche, den Schandfleck zu beseitigen, scheiterten – zuletzt zerschlug sich Anfang 2019 die Hoffnung, dass dort ein Sozialversicherungszentrum entstehen könnte.


Am 28.09.2018 erteilte die Gemeinde Ebikon dem Buttisholzer Bauunternehmer eine Baubewilligung für eine „zeitlich befristete Zwischennutzung der Grundstücksbrache als bewirtschafteter Parkplatz“

Vor ein paar Tagen fing die Rodung an. Dort war ein kleines Biotop, vielleicht auch Igel, Fledermäuse…? Wir haben in Ebikon immer weniger Grünflächen.

Ein bewirtschafteter Parkplatz? Ein- und Ausfahrt kommen direkt neben das Tunnelportal, eine sehr ungünstige Lage. Nur ein kleines Stück entfernt liegt die von der Gemeinde Ebikon bewirtschaftete Parkfläche im „Risch“. Wozu also noch mehr Parkflächen? Für welche zeitliche Frist wurde die Bewilligung erteilt? Von der Gemeinde wurde bisher nichts kommuniziert. Ich hoffe, dass sich die neue Liste S1 in Ebikon (SP, GLP, Grüne) ihre Wahlversprechen einhält uns sich für die Klärung dieser Angelegenheit einbringt.

Bypss – öffentliche Planauflage

Ab heute, 8. Juni, bis noch 7. Juli liegen die Unterlagen öffentlich auf. Betroffene Gemeinden: Buchrain, Ebikon, Emmen, Horw, Kriens, Luzern, Rothenburg

Weitere Infos hier: https://www.lu.ch/verwaltung/BUWD/buwd_bekanntmachungen_planauflagen?fbclid=IwAR08GRQ0ICHJLqpzt6DcMYiT-8NoXIY14y2cUmmFw4nfFv2hcaL_EbSbKPo

Am Montag, 8. Juni 2020 hatte ich per Kontaktformular bei der Gemeinde Ebikon nachgefragt:

1) Warum wird die Planauflage Bypass nicht unter „News“ veröffentlicht? Die anderen betroffenen Gemeinden handhaben das so.
2) Der angegebene Link zur Planauflage funktioniert nicht, aber dieser:
https://www.lu.ch/verwaltung/BUWD/buwd_bekanntmachungen_planauflagen
3) Steht ein Auflagedossier zur Einsicht zur Verfügung? Wie sehen die, aufgrund der coronabedingten Schutzmassnahmen, erhöhten Vorsichtsmassnahmen bei der Einsicht der Planauflage aus?
4) Sind Projektbesichtigungen vonseiten der Gemeinde wie beispielsweise in Kriens, vorgesehen?

Ich erhielt wenige Stunden später bereits die Beantwortung meiner Mail:

  1. Im Auftrag vom Kanton Luzern müssen wir die Planauflage Bypass in ortsüblicher Form öffentlich auflegen. Öffentliche Auflagen werden auf unserer Homepage standartmässig unter der Rubrik Auflagen und nicht unter News publiziert. Zusätzlich wurde die Auflage im Rontaler und im Anschlagkasten vor dem Gemeindehaus publiziert.
  2. Besten Dank für Ihren Hinweis, dass die Verlinkung zur online Auflage nicht funktioniert. Wir haben dies umgehend angepasst und korrigiert.
  3. Es steht ein Auflagedossier zur Einsicht in Papierform zur Verfügung. Aufgrund des Coronavirus wird eine Benützungsliste geführt und es steht ein Handdesinfektionsmittel zur Verfügung.
  4. Für Betroffene der Gemeinde Ebikon stehen Vertreter des Bundesamtes für Strassen ASTRA am Montag 15. Juni 2020, 16:00 – 19:00 Uhr im Le Théâtre, Rüeggisingerstrasse 20a, 6020 Emmen (Eingang Rest. Prélude) für Fragen und Projekterläuterungen anlässlich von Sprechstunden zur Verfügung.

Ich schrieb ebenfalls noch am gleichen Tag zurück, da für mich weiterhin folgendes unbeantwortet ist:

Am Beispiel Planauflage Bypass: bei anderen betroffenen Gemeinden kann ich mich als Bürger schneller und umfassender darüber informieren, weil ich die entsprechenden Informationen gleich auf der ersten Seite (landing page) der gemeindeeigenen Website finde und nicht erst unter der Rubrik Planauflagen danach suchen muss. Vorbildlich gelungen findeich, ist dies in Kriens gelungen: https://www.stadt-kriens.ch/page/45/news/9572 Übrigens hatte ich nicht nach der unter 4) erwähnten  «Astra-Sprechstunde» gefragt, sondern ob die Gemeinde Ebikon, so wie in Kriens, weitere Projektbesichtigungen anbieten wird. Ich habe dann vorgeschlagen, dass es hilfreich wäre, vor allem bei einem Projekt von solcher Grössenordnung, dies unter «News» mitzuteilen. Von der Astra-Sprechstunde erfährt ein Ebikoner nur, wenn er direkt danach sucht: er muss über den Link (der ja nicht funktionierte und der erst aufgrund meiner Bemerkung auf der Website korrigiert wurde. Ob dies auch am Aushang im Anschlagkasten geschehen ist, weiss ich nicht. Der in die Haushalte verteilte Rontaler enthält natürlich auch den falschen Link). Ich bat die zuständige Person/den Gemeinderat (?) nochmals um eine Stellungnahme zu meinem Input, als Ebikoner zukünftig noch einfacher zugängige und noch mehr bzw. vertiefte Informationen zu erhalten – zumindest bei einem Projekt von dieser Bedeutung. Ich werde, sollte ich eine Antwort erhalten, wieder hier berichten…


Kurzmitteilungen aus Ebikon

Im heutigen Rontaler Nr. 14/15 | Donnerstag, 9. April 2020 war unter Kurzmitteilungen folgendes zu lesen:

  • Im Herbst 2020 wird die Ebikoner Bevölkerung über den Einwohnerrat abstimmen:
  • Politische Mitwirkung bei Vernehmlassung zur Überdachung K 17 noch offen:
  • Finanzstrategie wird vorraussichtlich im Spätsommer 2020 der Bevölkerung vorgestellt: