Das alte Pfarrhaus und das Grün

Ziemlich versteckt hinter sehr viel Grün befindet sich in Ebikon das sogenannte alte Pfarrhaus, eine kleine romantische Idylle. Gestern wurde nun ein Baugesuch veröffentlicht: da dort nur noch zwei Menschen leben, die Wohnfläche aber gross ist, soll das Haus umgebaut werden und durch einen Anbau und geschickten Innenausbau sollen drei grosse Wohnungen geschaffen werden. Es liegt in einer Zone für öffentliche Zwecke und gilt als erhaltenswertes Bauinventar, sodass der Denkmalschutz miteinbezogen werden musste. Was aber nicht zu berücksichtigen ist auf dieser Parzelle ist der Bereich „Umwelt, Gewässer- und Naturschutzrecht“ (mit Ausnahme von Radon), und das bei einer so alten und ausgedehnten Begrünung ringsum.

Im eingegebenen Projekt heisst es daher auch nur: „Die Umgebung mit der Bepflanzung, inklusive dem momentan sehr üppigen Baum- und Sträucherbestand, bedarf noch einer detailliertern Gestaltung“ (Siehe Seite 16 des Baugesuchs)

Ich finde es wichtig, dass dieses Grün vor der Kirche mit seinem kleinen Park mit dem Bruder-Klaus-Brunnen als ein sinnvolles ganzes erhalten bleibt, oder besser noch, im Sinne der Biodiversität aufgewertet wird. Selbstverständlich ist nachvollziehbar, dass Rodungen im Zusammenhang mit der Bautätigkeit nötig sind. Dann sollte aber verbindlich vorgegeben werden, dass anschliessend wieder ein gleichwertiger oder besser noch höherwertiger Ersatz angepflanzt wird. Zufällig traf ich gestern den Naturschutzbeauftragten der Gemeinde, der bereits miteinbezogen ist. Hoffen wir, dass unsere Gemeinde nicht nur einen Aufwertung von Bauten, sondern auch eine Aufwertung einer öffentlichen Grünzone erhält!