Interview zur Gemeinderatswahl

Interview zur Gemeinderatswahl

  1. Warum möchten Sie Gemeinderätin werden?
    Seit Kindheit bin ich interessiert an Menschen, an der Natur, an allem Lebendigen. Die weltweit
    stattfindenden riesigen Veränderungen («Globalisierung») überfordern viele Menschen und machen
    sie krank, schaden aber auch unserer Umwelt. Nachdem ich schon 25 Jahre in Ebikon lebe und hier
    meine zweite Heimat gefunden habe, will ich meine Lebens- und Berufserfahrung für meine
    Mitmenschen bei entscheidenden politischen Weichenstellungen einbringen.
  2. Was haben Sie für die Gemeinde Ebikon bereits getan?
    Bei den täglichen Spaziergängen mit meinem Hund und in meinem Beruf als selbständige Ärztin
    erfahre ich von den Sorgen und Nöten der Menschen. Um auch etwas zu tun, schrieb ich Leserbriefe,
    wendete ich mich immer wieder mit Vorschlägen an den Gemeinderat, beteiligte mich an der
    Gründung eines Hundevereins in Ebikon. Ich spendete Gelder für eine Linde und für den neuen
    Kastanienhain am Rotsee, setzte mit Kindern Wildstauden und fand offene Ohren und einen
    grosszügigen Sponsor für die Einrichtung eines Bücherschranks. Mancher Vorschlag konnte oder
    wollte nicht umgesetzt werden. Ich möchte gerne mehr tun als bisher als Einzelkämpferin.
  3. Wofür werden Sie sich als Gemeinderätin einsetzen?
    Mir schwebt ein lebendiges Ebikon vor. Lebendig in Bezug auf Natur und deren Vielfalt
    (Biodiversität), mehr Grün- und Spielflächen, mehr Begegnungsorte, mehr gelebte Kultur, mehr
    soziale Vernetzung. Für mich gilt der Satz: „Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht
    zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.“ Ich kenne aus meiner
    Berufstätigkeit Menschen, die sich nicht genug Gehör verschaffen können, die sich nicht wehren
    können, die nicht für Ihre Rechte einstehen können. Für diese Menschen möchte ich mich auch als
    Gemeinderätin einsetzen. Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen einander. Auch hier ist
    «Vielfalt» wichtig.
  4. Welches sind die wichtigsten Herausforderungen für Ebikon?
    Eine ehrliche und offene Kommunikation ist Grundlage für jede Zusammenarbeit und jeden
    Vertrauensaufbau. Dies gilt auch für Bevölkerung und Gemeinderat. Die Schaffung eines
    Einwohnerrates wird eine grosse Herausforderung sein. Auch eine visionäre und nachhaltige
    Zentrumsplanung unter Einbezug der Bevölkerung wird den Gemeinderat fordern. Verhärtete
    Fronten sollten aufbrechen, ein weitsichtiger und rücksichtsvoller Umgang miteinander, aber auch
    mit unserem Lebensraum, sollte im Mittelpunkt stehen. Das trägt auch zur Verbesserung der
    Standortattraktivität unserer Gemeinde bei.