Kurzbesuch in D

Noch ein paar Jahre mehr, dann hätte ich genau so lange in D wie in CH gelebt. Ab und zu erwischt mich ja mal akut ein Heimweh-Anfall, und dann hilft so ein kurzer Besuch in meiner ersten Heimat am besten. Ein paar Tage in Heidelberg, dann wieder zurück in Luzern, und ich bin etwas „durchgemixt“…. leider finde ich gerade kein besseres Wort dafür. Ich kann und will mich nicht entscheiden, wo ich mich inzwischen mehr zuhause fühle. Vermutlich würde ich das wie viele andere Menschen vor mir so formulieren: Heimat hat am meisten mit meiner Nachbarschaft, mit meinem Freundeskreis, mit den nächsten Menschen um mich herum und meiner Beziehung zu ihnen zu tun: Fühle ich mich da wohl, angenommen, aufgehoben, zugehörig? Würde man mich – umgekehrt – vermissen?

Da es mir zur aber Zeit zu sommerlich-heiss für weitere solche Gedanken ist, zeige ich nur ein paar Impressionen von meinem Kurzbesuch:

Bismarckplatz – zentraler Punkt in HD, wo es auch so eine Art „Bushub“ gibt, aber auch Strassenbahnen/Trams. Und zur Zeit eben auch solche Verkaufsstände, weil die Corona-Folgen sich sehr negativ auf das Einkommen dieser Verkäufer ausgewirkt haben, da deren übliche „Events“ nicht stattfanden.
HD ist schon immer weit vorn im Klima- und Umweltschutz. Es gibt auch ein ausgezeichnetes Fahrradwegenetz… ich bin immer gern und sicher mit dem Velo zur Uni gefahren, und das ist nun wirklich schon lange her…
Dieses Geschäft ist nicht auf alt „dekoriert“, sondern wirklich schon alt. Da könnte man sich doch gut vorstellen, dass Leonard Cohen sich einen Hut gekauft hätte, oder?
Schade, da war seit einer Ewigkeit eine Drogerie mit Künstler- und Bastelbedarf, ein wahres Paradies für mich in meiner Jugend, und als Kind faszinierte mich ein grosser brauner Bär an der Aussenfassade, der ständig Seifenblasen in die Luft blies…. aus, vorbei jetzt, Pustekuchen! Wieso noch mehr Burger?
Überall findet man in und um HD den typischen roten Sandstein, auch auf dem berühmten Schloss.
Einer der vielen Bücherschränke in HD, dieser hier am Eingang der bekannten, sehr langen Hauptstrasse ist wirklich ständig von Lesehungrigen belagert und viel genutzt…
Das HB-Männchen: ein Relikt aus vergangener Zeit, als man noch sehr viel Werbung für’s Rauchen machte – Nikotin zum Entspannen… „wer wird denn gleich in die Luft gehen, greife lieber zur HB“
Wer steckt hinter dem „Fake-Plakat“? Offenbar die Tier- und Klimagerechtigkeitsbewegung Animal Rebellion,