Rost im Zentrum

Versprechen

Wie klang es noch so vielversprechend im Juni diesen Jahres? Von einer partizipativen Zentrumsplanung war die Rede, siehe https://www.ebikon.ch/news/zentrumsplanung-vernehmlassungsbericht-liegt-vor

Der Gemeinderat sagt, er nehme die Anliegen der Bevölkerung in Bezug auf die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Zentrum von Ebikon ernst. Er wolle sie aktiv am Prozess der Zentrumsplanung beteiligen. Im Rahmen der Zentrumsplanung solle die Überdachung der K17 im Zentrum von Ebikon grundsätzlich als Thema mitgenommen werden. Ziel sei es, nicht nur die Überdachung der K17 zu sehen, sondern eine offene Diskussion über Qualitäten und Verbesserungspotentiale im Zentrum von Ebikon zu führen. Damit sollten unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten aufgedeckt und miteinander verglichen werden können.

Zunächst sei die Ausschreibung eines Mandats für die Moderation und Kommunikation des partizipativen Prozesses notwendig, welche über den Sommer erfolgen soll. Anschliessend würden im Herbst Personen für die Mitarbeit im Begleitgremium gesucht. Voraussichtlich Ende Jahr werde der partizipative Prozess, bei dem sich alle Interessenten beteiligen können, starten.

Was bisher geschah:

Nun, bisher gab es noch keine Information der Bevölkerung, wer für das beschriebene Mandat gefunden werden konnte, ob es schon ein Begleitgremium gibt und ab wann genau der partizipative Prozess starten wird. Ich vermute mal, dass dieser Prozess inzwischen überflüssig ist, denn anscheinend hat der Gemeinderat schon viele Pflöcke eingeschlagen und Steuergelder verwendet, um die Kantonsstrasse – aus seiner Sicht – aufzuwerten: statt der ungepflegten Waschbetonkübel im Mittelstreifen der Kantonsstrasse hat er sich für Rostkübel entschieden, die eigens noch mit dem Wappen von Ebikon versehen wurden, zu bestaunen neben der „Risch-Blumenwiese“:

Sie sollen noch bepflanzt und dann inmitten der vielspurigen K 17 aufgestellt werden. Da fragt man sich schon, wie viel diese zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität beitragen… Auf jeden Fall, damit sich nicht jemand falsche Gedanken macht: der Verein „Äbike grünt“ hat damit rein gar nichts zu tun, genau so wenig wie mit dem neu bepflanzten Schachenweid-Kreisel. Der Verein wurde zu keinem Zeitpunkt einbezogen in die Planung und hätte diese Projekte in dieser Ausführung ganz klar abgelehnt.

Alternative

Schade, wie wieder einmal eine Chance verpasst wurde! Wie gut hätte man das Geld in wirklich nachhaltige Aufwertungsmassnahmen stecken können und seine Vorbildaufgabe als Gemeinde wahrnehmen, z. B. mehr Stadtbäume pflanzen, mehr bepflanzte Kübel entlang von Plätzen und Gehwegen, wo man stehen bleiben kann, staunen über die Vielfalt der Pflanzen und ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen über das Jahr hinweg, Käfer, Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten bestaunen, anhand von Info-Tafeln etwas dazulernen, Blütendüfte in die Nase ziehen und geniessen….

Aber so rauscht der Verkehr an den Kübeln vorbei…