Spezialkommission

Ein paar persönliche Gedanken zur Speko: Wie mitgeteilt wurde, ist die Kommunikation ausserhalb der Speko wie folgt geregelt: Es darf nicht mitgeteilt werden, wer was an einer Speko-Sitzung gesagt hat, die Protokolle der Speko-Sitzungen werden nicht weitergegeben, Folien dürfen aber für die Kommunikation verwendet werden, ausser es wurde anders vereinbart. Speko als eine „black box“, aus der nichts herausdringt, bis… ja, dann am 07.09.2021 erstmals eine Info-Veranstaltung für die Bevölkerung stattfinden soll, in der sie erfahren wird, wohin der Vernehmlassungsprozess geführt hat: welche Organisationsvariante/-modell gewählt wurde, wie der Entwurf einer Gemeindeordnung aussehen sollen, über die wir Stimmberechtigten dann am 13.02.2022 abstimmen dürfen.

Die Wahl des Führungsmodells ist eine der wichtigsten Entscheidungen für die Führung der Gemeinde. Das Führungsmodell definiert die Funktionen des Gemeinderats und diejenige seiner Mitglieder sowie die Art der Führung und Struktur der Verwaltung.

Daher verstehe ich nicht, warum dieser Prozess, welches Führungsmodell für uns in Ebikon gewählt werden sollte, hinter verschlossenen Türen stattfindet, statt diesen jetzt schon einer interessierten Bevölkerung zu öffnen. Dies sehen Fachleute ähnlich: „Die Mitarbeitenden, v.a. die Kadermitarbeitenden, sind von Anfang an miteinzubeziehen, beispielsweise im Rahmen von begleitenden Gruppen. ..Die Einwohnerinnen und Einwohner sind so früh wie möglich in geeigneter Form zu informieren.“

Zur Zeit haben wir in Ebikon ein sogenanntes Geschäftsführer- oder CEO-Modell. Das Anforderungsprofil für den CEO sehen Sie hier:

Ebikon gehört zu den sogenannten K5-Gemeinden: https://www.luzernplus.ch/kooperationen/k5-gemeinden

Dort ist festgelegt, wie man als die fünf grössten Gemeinden im Kanton Luzern zusammenarbeiten will. Ein kleines Netzwerk sozusagen. Und wer weiss, ob es nicht mittelfristig einmal eine Fusion dieser Gemeinden zu einer grösseren Stadt Luzern geben wird. Zukunftsmusik, ja. Aber es macht sicher nicht Sinn, dass Ebikon immer ausschert und eigene Wege geht, so wie mit der Einführung des CEO-Modells vor Jahren. Das ist definitiv gescheitert, das haben alle Ortsparteien bestätigt, die sich nun für die Einführung eines Einwohnerrats entschieden haben. Für mehr Demokratie. Das ist der Wunsch, der Auftrag, der Stimmberechtigten.

Von den fünf K5-Gemeinden haben alle, mit Ausnahme von Ebikon, einen Einwohnerrat, ein Gemeindeparlament. Alle vier haben das Geschäftsleitungsmodell gewählt, nicht das Geschäftsführer-/CEO-Modell. Alle fünf Gemeinden sollten gut miteinander kommunizieren, wenn sie gut miteinander arbeiten wollen. Was macht es da für einen Sinn, wenn Ebikon erneut ausscheren würde und nun wiederum ein Führungsmodell mit Einwohnerrat und Geschäftsführer/CEO wählen würde, wie es nur in wenigen Städten der Schweiz (z. B. in Kloten) vorhanden ist, statt sich mit den übrigen K5-Gemeinden abzustimmen und auch das Geschäftsleitungsmodell zu wählen? Das sich in Luzern, Emmen, Kriens und Horw bewährt hat? Die ja wohl politisch viel eher vergleichbar sind mit Ebikon als Kloten oder andere ausserkantonale Städte?

Für diejenigen, die sich in das Thema vertiefen wollen. Und ja, die Texte sind schon einige Jahre alt, aktueller fand ich nicht, aber sie vermitteln doch gut die Grundzüge:

Ich würde mich über Kommentare, Ergänzungen, Rückmeldungen freuen!