Vergessene Senioren ?

Die Schweiz wechselt heute von der „ausserordentlichen Lage“ auf die Stufe „besondere Lage“ gemäss Epidemiegesetz.Der Bundesrat hat per 22. Juni weitere Lockerungen beschlossen: Ein Mindestabstand von 1,5 Metern genügt, Veranstaltungen bis 1000 Personen sind erlaubt und die Sperrstunde wird aufgehoben.Die Kantone haben wieder mehr Kompetenzen und können lokale Massnahmen beschliessen.Eine Maskenpflicht gilt nur bei Demonstrationen, nicht im öffentlichen Verkehr.Der Bundesrat hat am 19. Juni ein Vernehmlassungsverfahren zum befristeten Covid-19-Gesetz eröffnet. Mit der Vorlage soll das bisherige Massnahmenpaket des Bundesrates durch einen Beschluss des Parlaments gesetzlich abgestützt werden.

Bereits seit dem 6. Juni hat der Kanton Luzern die Kompetenz für die Umsetzung der Corona-Schutzmassnahmen an die jeweilige Leitung von Pflegeheimen delegiert: https://disg.lu.ch/themen/Menschen_im_Alter

Dies führt dazu, dass von Heim zu Heim sehr unterschiedliche Besuchsregelungen bestehen. Für Aussenstehende ist oft schwer nachvollziehbar, weshalb in einem Heim schon längst Abteilungbesuche erlaubt sind und in einem anderen Heim nicht. Was mich als Angehörige aber wirklich beschäftigt ist die Frage, zu welchem Zeitpunkt in allen Pflegeheimen wieder dieselben Besuchsregelungen gelten werden? Eine aktuelle Nachfrage beim Kanton bestätigte, dass die Kompetenz weiterhin bei der Heimleitung bleiben wird, und die Heimleitung konnte bei Nachfrage keinerlei zeitliche Angabe machen, wann sie die Besuchsregelung weiter lockern werde. So hoffe ich, dass die Senioren und ihre Angehörigen in den Pflegeheimen von der Politik nicht vergessen werden.