Wie geht Ebikon mit seinem öffentlichen Grün um?

Heute (9. Febr.), am ersten Fastnachtsferientag, ging es los auf dem Pausenplatz, der Allee am Feldmattschulhaus und einigen öffentlichen Grünflächen: da wurde am Kindergarten eine Grasfläche abgetragen, da wurde rings um die vorhandenen Bäume mit Schaufel und Bagger die oberste Schicht abgekratzt mitsamt Anteilen der obersten Wurzelschicht, und auf einer ursprünglichen Grünfläche, nun infolge Bauarbeiten nur noch Kiesfläche, wurden bis am Abend drei grosse Berge eines schwarzen Materials abgelagert.

Mir schwant nichts Gutes! Am Freitagnachmittag (6. Febr.) wurde meine Nachfrage bei der Gemeinde, was mit der Kiesfläche geschehen soll, noch mitgeteilt, dass die dort zuvor vorhandene Grünfläche nicht ersetzt werde, da die provisorischen Schulcontainer dereinst (2028?) dort abtransportiert werden. Hm… aber dass heute schon Material gebracht wird, dass sicher dort verteilt wird, das wurde nicht erwähnt.

Heute konnte mir niemand in der Gemeinde Auskunft über das Vorhaben im Bereich Feldmattschulhaus geben, da ja alle Zuständigen in den Fastnachtsferien sind. Hier also ein paar Eindrücke:

Ich vermute, dass es sich bei dem dunklen Material um eine Art Recycling-Asphalt handeln könnte. Diesen kann man, einmal flächig verteilt, stark verdichten.

Würde man dies auf den beiden ehemaligen Grünflächen (Kiesfläche, Streifen neben Kindergarten) machen, hätte man diese versiegelt!

Würde man dies sogar rings um die Bäume tun, wäre dies fatal: man würde den Bäumen die letzte Möglichkeit nehmen, an Wasser und Luft zu gelangen. Zusammen mit den Verletzungen durch den Bagger im oberen Wurzelbereich würde man die Bäume zusätzlich schädigen.

Noch mehr Versiegelung, Gefährdung von Bäumen – und das genau im Bereich „Friedensplatz“ (Sitzplatz mit Tischen und Bänken), der letzten Sommer Sieger wurde bei der Aktion 3-2-1 heiss! als der angenehmste und kühlste Ort im Rahmen der Messaktion.

Ich hoffe wirklich nicht, dass alle meine Befürchtungen eintreffen. Aber wir sollten in Ebikon viel sorgsamer mit unserem Grün und unseren Bäumen umgehen. Ein Vorbild dazu findet sich in Zürich

Daraus stammt der folgende Abschnitt:

  • die die Standfestigkeit des Baumes beeinträchtigen und/oder für den Baum lebenswichtige Wurzeln zerstören, z.B. durch Aushub von Gräben oder durch Abgrabung des Geländes im Wurzelbereich;
  • die die für den Baum lebenswichtigen Wurzeln (auch Feinwurzeln) schädigen, z.B. durch den flächigen und maschinellen Abtrag der obersten Vegetationsschicht, durch das Befahren des Wurzelbereichs mit schweren Maschinen, durch das Lagern von schweren Materialien unter der Baumkrone sowie deren Zu- und Abtransport.

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